Aufbau des Studiums

Formaler Aufbau
Der Masterstudiengang wird als Vollzeit- und Teilzeitstudium angeboten. Die Regelstudienzeit des Vollzeitstudiums beträgt drei theoretische Studiensemester einschließlich der Masterarbeit; die Regelstudienzeit des Teilzeitstudiums beträgt fünf Studiensemester.
Sehen Sie hier den Studienverlauf in Vollzeit (pdf) und Teilzeit (PDF) (gültig für Studierende ab November 2018).


Inhaltlicher Aufbau
Der konsekutive Masterstudiengang „Angewandte Forschung in der Sozialen Arbeit“ gliedert sich inhaltlich in vier Modulbereiche.


Modulbereich 1: Organisation
In diesem Modul sollen den Studierenden die Bedeutungen und Ansätze internationaler Organisationslehre vermittelt werden. Strukturmerkmale von Organisationen werden in Hinblick auf die Nachhaltigkeit ihrer Prozess- und Strukturmerkmale analysiert. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, Organisationen zu steuern, diese Steuerung zu reflektieren sowie vor dem Hintergrund der lernenden Organisation zu analysieren. Darüber hinaus lernen die Studierenden, ihr zukünftiges Handeln mit anderen Stellen in Organisationen zu vernetzen und mit diesen kooperativ zusammen zu arbeiten.


Modulbereich 2: Wissenschaft
Der Modulbereich Wissenschaft fokussiert neuere Theorietraditionen mit emanzipativen, kritisch-materialistischen, sozialraumbezogenen, systemtheoretischen, genderorientierten, lebensweltlichen und reflexiven Ansätzen der Sozialen Arbeit. Es werden die Grundlagen der Alltags- und Lebensorientierung und ihre Folgen für das Handlungsverständnis sozialpädagogischer Forschung und Entwicklung ebenso näher gebracht wie die Grundkenntnisse der Theorien des sozialen Raumes bzw. sozialräumlicher Strukturierung und Traditionen und Perspektiven der genderorientierten Sozialen Arbeit. Ebenso sollen die Studierenden die Anwendung und den Nutzen forschungsbasierter Methoden und Techniken erlernen.


Modulbereich 3: Werte und Normen
In diesem Modulbereich erwerben die Studierenden sowohl Kenntnisse über diverse sozialstaatliche Themenbereiche als auch Hintergrundwissen, welches sie befähigt, sich im gesellschaftlichen Diskurs zum Wertewandel zu positionieren. Es werden forschungsethische Kriterien für Forschungsdesigns und –praxis, sowie deren Anwendung vermittelt. Eigenes professionelles Handeln soll durch ethisch fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse begründbar werden. Des Weiteren lernen die Studierenden konkrete ethisch verantwortbare Strategien der Organisations- und Personalentwicklung für soziale Einrichtungen kennen, welche ihnen eine Qualitätsbeurteilung ermöglichen sollen.


Modulbereich 4: Handeln
Anhand ausgewählter Studien sollen den Studierenden im Modulbereich Handeln zunächst Kenntnisse der feldbezogenen Praxisforschung vermittelt werden.


Die Studierenden sollen befähigt werden, adäquate Forschungsstrategien für die Felder des Sozial- und Gesundheitswesens unterscheiden, sowie quantitative und qualitative Forschungsdesigns differenzieren und anwenden zu können. In Forschungswerkstätten sollen Transferprozesse zwischen Forschung, Planung und Steuerung verdeutlicht werden. Strategien zur Implementierung von Forschungsergebnissen in spezifische Praxisfelder sollen entwickelt werden. Die Vermittlung von Netzwerkbildung im Sozial- und Gesundheitswesen ist ein weiterer Inhaltspunkt dieses Moduls.


Modulhandbuch des Studiengangs