Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit

QB Soziale Arbeit und Gesundheit

Grundorientierung


Die soziale Arbeit in Bayern geht historisch u. a. zurück auf das bürgerschaftliche Engagement gegen hygienische und gesundheitliche Missstände zu Beginn des 20. Jahrhunderts und entwickelte sich bereits damals als Beruf im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Der Gesundheits-bereich ist mittlerweile angesichts des soziodemografischen Wandels, der Zunahme chronischer Erkrankungen und eines veränderten Gesundheitsbewusstseins eine der größten gesundheitlichen Wachstumsbranchen. Die Ausdifferenzierung und Dynamik in diesem Bereich erfordert dabei fundierte Kompetenzen und komplexes Fachwissen. Der QB Soziale Arbeit und Gesundheit (oder kurz: QB Gesundheit) möchte die Studierenden befähigen, gesundheitsbezogene Themen in verschiedenen Arbeitsfeldern zu verankern. Dazu sind u.a. Kenntnisse der Strukturen des Gesundheitswesens und Möglichkeiten für gesundheitsbezogene Interventionsansätze erforderlich. Die Studierenden erwerben deshalb wissenschaftlich fundiertes praxisnahes Handlungswissen im Bereich Prävention, Kuration und Rehabilitation insbesondere bei speziellen Zielgruppen. Dazu gehören Menschen mit psychischer Erkrankung, chronischer Krankheit, körperlicher Beeinträchtigung oder sozialer Benachteiligung. Erfolgreiches Handeln in diesem Feld setzt zudem kultur- und gendersensibles Wissen voraus. Das Ausbildungsziel liegt in einer spezialisierten und wissenschaftlich fundierten Expertise für die sozialen Dimensionen komplexer gesundheitlicher Problemlagen.



Lehrende


Katharina Anane-Mundthal (Dipl. Soz.-Päd., MA), Prof. Dr. Christine Boldt, Prof. Dr. Peter Buttner, Prof. Dr. Christine Daiminger, Prof. Dr. Angela Gosch, Prof. Dr. Christian Janßen (QB-Koordination), Prof. Dr. Heribert Limm, Prof. Dr. Philipp Martius, Prof. Dr. Christine Schönberger und ausgewählte ExpertInnen aus der Praxis.



Arbeitsfelder


Zielgruppen der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen sind Personen im Vorfeld einer Erkrankung (Prävention), in der Bewältigungsphase einer chronischen Krankheit (Kuration) und bei der Nachsorge (Rehabilitation). Diese Arbeit kann sowohl stationär wie ambulant erfolgen und sollte zudem auf einem ganzheitlichen Krankheits- und Gesundheitsbegriff basieren. Mögliche Arbeitsfelder: Öffentlicher Gesundheitsdienst, Krankenhaussozialdienst, Psychosomatische Kliniken; Rehakliniken, Einrichtungen für psychisch Kranke und behinderte Menschen; lokale Gesundheits¬initiativen; Gesunde Städte-Projekte; Betriebliche Gesundheitsangebote und weitere Präventionsprojekte.



Inhaltliche Ausrichtung & Wahlmöglichkeiten


• Organisations- und Managementaufgaben (z.B. Case-Management, Vermittlungsaufgaben und Netzwerkaufbau)


• Informationen für Betroffene, Angehörige, MitarbeiterInnen im Gesundheitsbereich (z.B. zur wohnortnahen und koordinierten Angebotsorientierung, zu rechtlichen Grundlagen für Leistungserbringer und Leistungsbezieher, Psychoedukation)


• Beratung von Betroffenen und deren Familien (Unterstützung bei der Neugestaltung des Alltags und veränderter Rollenaufgaben, spezifische Beratungskompetenzen)


• Betreuung von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Störungen (Kenntnis von verschiedenen Betreuungskonzepten)


• Begleitung in Gesundheitskrisen und schwierigen Lebenslagen, Krisenintervention


• Leitung von Gruppen (z.B. Selbsthilfegruppen, multiprofessionelle Teams)



Wahl- und Vertiefungsmöglichkeiten


Es besteht die Möglichkeit, eines von drei Vertiefungsangeboten zu wählen:


• Soziale Arbeit mit psychisch kranken Menschen


• Soziale Arbeit mit Menschen mit Behinderung


• Soziale Ungleichheit (z. B. Alter, Geschlecht und sozioökonomischer Status) und Gesundheit


QuB-Koordination

Prof. Dr. Christian Janßen
Raum: KO 326

Tel.: 089 1265-2285
Fax: 089 1265-2330

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Studienberatung

Sebastian Bernhard
Raum: KO 210

Tel.: 089 1265-2345
Fax: 089 1265-2330

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