Ethik

Ethische Grundhaltung


Grundsätzlich verpflichtet sich die Arbeitsgruppe InGero die ethischen Implikationen sämtlicher Erhebungen und damit in Verbindung stehender Publikationen fortlaufend zu reflektieren und den Schutz der Probanden als höchste Priorität der Forschungsarbeiten anzusehen. Berücksichtigt werden hierbei die Vorgaben unterschiedlicher Bezugsdisziplinen und Berufsverbände. Zu nennen sind an dieser Stelle insbesondere die ethischen Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V. und des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V., die 2007 erschienenen Ethikgrundsätze pflegewissenschaftlicher Forschung sowie der Ethik Kodex der Soziologie und die Verlautbarungen des Deutschen Hochschulverbands des 60. DHV-Tages. Daneben werden die Denkschrift der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis von 1998 und die Leitlinien für ethische Grundsätze des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beherzigt.



Die einzelnen Verfahren werden jeweils durch Pretests im Hinblick auf die zeitliche Belastung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geprüft. Die Probanden machen keine unmittelbaren Angaben zu ihrer Identität. Name, Adresse, Arbeitgeber, Geburtsort oder Geburtsdatum werden nicht erfasst. Zusätzlich werden die im Rahmen sozialwissenschaftlicher Erhebungen üblichen Verfahren der Pseudonymisierung verwendet. Die eingesetzten Algorithmen zur Verschlüsselung der Identität dienen dazu, einzelne Datenpakete den jeweiligen Urhebern zuzuordnen, erlauben aber gleichwohl keine Rückschlüsse auf einzelne Teilnehmer.



Deshalb entsprechen die Verfahren den gesetzlichen Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes, welches das Ziel verfolgt, „dass die Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person zugeordnet werden können“ (BDSG §3 Absatz 6). Die Persönlichkeitsrechte der Probanden, die dem Schutz einer Person vor Eingriffen in ihren Lebens- und Freiheitsbereich dienen, werden grundsätzlich nicht angegriffen. Vielmehr stellen die Erhebungen eine möglichst symmetrische Kommunikation her. Sämtliche Probanden werden vor der Teilnahme an der Studie über deren Sinn und Zweck umfassend aufgeklärt und gebeten, ihr schriftliches Einverständnis zur freiwilligen Teilnahme zu geben.