Fachtagung Menschen mit Autismus in Bayern

Kurzbericht

Foto: Frau Suchy, kbo. V.l.n.r. Herr Schneider, Moderation PG Autisten, Herr Jörg, Generalsekretär HSS, Herr Unterländer MdL a.D., Herr Seidenath MdL, Herr Prof. Dr. Witzmann Vorne: Herr Glück Landtagspräsident a.D., Frau PD. Dr. Falter-Wagner, Frau Prof. Dr. Noterdaeme, Herr Kiesel, Behindertenbeauftragter, Herr Dr. Hübsch, Herr Bauerfeind, Moderation PG Angehörige, Frau Schmid, HSS
Foto: Frau Suchy, kbo. V.l.n.r. Herr Schneider, Moderation PG Autisten, Herr Jörg, Generalsekretär HSS, Herr Unterländer MdL a.D., Herr Seidenath MdL, Herr Prof. Dr. Witzmann Vorne: Herr Glück Landtagspräsident a.D., Frau PD. Dr. Falter-Wagner, Frau Prof. Dr. Noterdaeme, Herr Kiesel, Behindertenbeauftragter, Herr Dr. Hübsch, Herr Bauerfeind, Moderation PG Angehörige, Frau Schmid, HSS

Am 19.11. fand in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung, dem Autismuskompetenzzentrum Oberbayern und der Hochschule München die Fachtagung Menschen mit Autismus in Bayern statt. Es nahmen über 300 Personen an der Veranstaltung teil.


Im Rahmen der Tagung wurden die von den verschiedenen Projektgruppen bis dato erarbeiteten Zwischenergebnisse vorgestellt. Diese sind nachfolgend zu finden. Bitte beachten Sie: Es handelt sich lediglich um erste Zwischenergebnisse. Finale Ergebnisse werden erst im April 2021 vorliegen. Siehe hierzu die Beschreibung des Projekts .


Die Fachtagung stellte einen weiteren Zwischenschritt im Beteiligungsprozess dar. Seit 15.01.20 gibt es über ein Online-Forum auch die Möglichkeit zur weiteren Beteiligung geben.


Im Folgenden können Sie die Präsentationen der Referent*innen der Fachtagung Menschen mit Autismus in Bayern als Videoaufzeichnungen abrufen. Ebenso wurden die Grußworte und Vorträge aus dem großen Plenarsaal augenommen und sind hier zu sehen.*


Ein ausführlicher Tagungsbericht wird derzeit erstellt und wird ab Februar 2020 auf dieser Seite veröffentlicht.


Programm der Fachtagung 2019

Vorträge der Fachtagung

  • Zunächst begrüßte Herr Jörg, MdL a.D. Generalsekretär der Hanns-Seidel-Stiftung die Gäste der Fachtagung Menschen mit Autismus in Bayern 2019.


    Im Anschluss stelle sich Herr Unterländer MdL a.D. und Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern. Auch begrüßte er die Teilnehmer*innen der Fachtagung und führte kurz in den Tag ein.


    Als Schirmherr des Autismus Kompetenzzentrums Oberbayern gGmbH (autkom) sprach im Anschluss Herr Glück Landtagspräsident a.D. ein Grußwort.


    Daraufhin wurde eine kurze Videobotschaft der Sozialministerin Frau Kerstin Schreyer gezeigt. Daran anschließend begrüßte für das Bayerische Sozialministerium für Familie, Arbeit und Soziales Herr Dr. Hübsch, Abteilungsleiter Inklusion von Menschen mit Behinderung und Soziale Hilfen.


    Abschließend richtete Herr Kiesel, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, seine Grußworte an die Tagungsteilnehmer*innen.


Vortrag Prof. Dr. Markus Witzmann

Herr Prof. Dr. Witzmann stellte den bisherigen Verlauf des Beteiligungsprozesses dar und ging auf erste Zwischenergebnisse ein. Zudem gab er einen Ausblick zum weiteren Vorgehen bis zum Projektende in 2021.


Hier kommen Sie zur Videoaufzeichnung des Vortrags


Vortrag Silke Wanninger-Bachem und Stefan Bauerfeind

Der Vortrag der PG Autisten und PG Selbsthilfe Angehörige ging auf das Vorgehen in den beiden PG ein, auf wichtige Schritte, die Zusammensetzung der PG sowie erste Zwischenergebnisse. Zudem betonten die Redner*innen, welche Themen darüber hinaus noch für die beiden der PG wesentlich sind.


Hier kommen Sie zur Videoaufzeichnung des Vortrags


Vortrag Prof. Dr. Michelle Noterdaeme

Frau Prof. Dr. Noterdaeme stellte die Zwischenergebnisse der PG Forschung vor und wies auf die zentrale Bedeutung der Forschung und Wissenschaft im Rahmen einer Autismus-Strategie-Bayern hin.


Hier kommen Sie zur Videoaufzeichnung des Vortrags


Spontane weiter Wortmeldung durch Herrn Glück

Nach den Vorträgen am Vormittag, sprach Herr Glück, Lantagspräsident a.D. vor der Mittagspause, spontan dem Projekte und den Beteiligten sein Kompliment aus.


Themenschwerunkte am Nachmittag der PG vor, im und nach dem erwerbsfähigen Alter

Zusammenführung der Präsentation der PG vor, im und nach dem erwerbsfähigen Alter zum Download hier.



Zusammenfassung zum Verlauf der Themenschwerpunkte



Die Projektgruppenmoderator*innen sowie die Delegierten der PG Selbsthilfe Angehörige und PG Autisten diskutierten in den Themenschwerpunkten die jeweiligen Zwischenergebnisse, welche für die entsprechende Lebensphase vor, im und nach dem erwerbsfähigen Alter besonders relevant erscheinen. Darüber hinaus wurden in jedem Themenschwerpunkt übergreifende Themen besprochen: Beratung, begleitende Leistung zu Teilhabe (Assistenz), Wohnen sowie Freizeitgestaltung und Tagesstrukturierung. In jeder Projektgruppe wurden somit sechs bis sieben aktuelle Zwischenergebnisse vorgestellt und mit dem Publikum erörtert.


Im Themenschwerpunkt vor dem Erwerbsleben wurden insbesondere die Themen Schule und der Übergang ins Berufsleben diskutiert. Beim Thema Schule wurde bemerkt, dass gerade für hochfunktionale Menschen mit Autismus kaum Angebote verfügbar sind, wenn sie in großen Klassen nicht lernen können aber durch ihre hohe Auffassungsgabe in Förderschulen unterfordert sind. Der Übergang ins Berufsleben wurde hier als auch im Rahmen des Themenschwerpunktes im erwerbsfähigen Alter diskutiert. Gerade hier scheint der Übergang besonders schwer zu gelingen. Übergreifend über die drei Themenschwerpunkte wurde festgestellt, dass Freizeitangebote vor allem wohnortnah und autismusgerecht gestaltet sein müssen und diese keine weiteren Therapiemaßnahmen darstellen sollen. Regional verfügbare Angebote waren grundsätzlich große Diskussionspunkte über die Themenschwerpunkte hinweg. Das betrifft sowohl die Bereitstellung von Wohnmöglichkeiten als auch Beratungsangebote. Für Menschen im Erwachsenenalter wurde die Empfehlung zur Förderung sozialer Kompetenzen intensiv debattiert. Hier wurde für eine genauere Definition der Empfehlung plädiert, da die Problematik zwar erkannt wurde, insbesondere den richtigen Kostenträger für eine Maßnahme zu finden, jedoch in der Formulierung missverständlich sei. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass auch weiterführende Trainings, wie beispielsweise Alltagstrainings, initiiert werden sollte. Im Themenschwerpunkt nach dem Erwerbsleben wurde zusätzlich darauf hingewiesen bei Konzepten zur Versorgung zwischen ambulanten und stationären Angeboten zu unterscheiden.


Die Diskussionen auf dem Fachtag bestätigten größtenteils die über die Projektgruppen erarbeiteten Zwischenergebnisse. Im Besonderen müssen personenzentrierte Angebote vorgehalten und finanziert sowie regionale Verfügbarkeit hergestellt werden. Personenzentriert meint dabei je nach Bedarf sowohl inklusive als auch spezialisierte Angebote. Zuständigkeiten für die Finanzierung von Leistungen müssen geklärt und transparent aufgezeigt werden. Wesentlich ist es, die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Systemen über die Lebensspanne hinweg besser zu gestalten. Zudem muss das Wissen über die Autismus-Spektrum-Störung in den Berufsgruppen und der Gesellschaft allgemein erhöht werden.


Die gesamten Ergebnisse der Diskussionen in den Themenschwerpunkten wurden dokumentiert und fließen in die weitere Projektarbeit ein.


Grundlagen der Autismus-Spektrum-Störung

Zusätzlich zu den Zwischenergebnisse, gab es am Nachmittag einen Vortrag von Herr Prof. Dr. Matthias Dose, Facharzt für Psychiatrie/Psychotherapie, kbo-Berater für Autismus-Spektrum-Störungen & Huntington-Krankheit, Vorstand akn. Er stellte den aktuellen Wissensstand zur Diagnostik und zur Therapie von Autismus-Spektrum- Störungen vor.


Hier kommen Sie zur Videoaufzeichnung des Vortrags


Persönliches Erleben und Erfahrungen von Autisten

Herr Kelnhofer, welcher Mitglied der Projektgruppe „Autisten“ ist, ergänzte den Vortrag von Herrn Prof. Dr. Dose um die Innensicht eines Autisten.


Hier kommen Sie zur Videoaufzeichnung des Vortrags.


Dokumentarfilm und anschließende Fragen aus dem Publikum

Foto: Kunerl, HM. Links Herr Kelnhofer, rechts Herr Lemke
Foto: Kunerl, HM. Links Herr Kelnhofer, rechts Herr Lemke

Zu dem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Dose und der Innenansicht von Herrn Kelnhofer wurde am Nachmittag im großen Plenarsaal ein Dokumentarfilm von Frau Zhukovetz, HFF München, zu Autismus-Spektrum-Störung gezeigt. Zwei Protagonisten aus dem Film, Herr Kelnhofer und Herr Lemke, beides Autisten, standen nach dem Film für Fragen aus dem Publikum auf der Bühne zur Verfügung.


Vortrag der ersten Ergebnisse der Online-Befragung

Nach den Themenschwerpunkten sowie dem Vortrag, trafen sich alle Tagungsteilnehmer*innen wieder im gesamten Plenum. Hier stellte Herr PD. Dr. Tobias Schuwerk der Ludwig-Maximilians-Universität vom Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie die ersten Ergebnisse der Online-Befragung vor. Diese wurde in Kooperation mit der LMU, dem MPI und der HM durchgeführt.


Hier kommen Sie zur Videoaufzeichnung des Vortrags .


Podiumsgespräch

Teilnehmer*innen auf dem Podium waren: (von links nach rechts im Video)


  • Josef Liebl, Moderation der PG vor EWL
  • Ingrid Berger, Moderation der PG im erwerbsfähigen Alter
  • Prof. Dr. Markowetz, Moderation der PG nach EWL
  • Friedrich Tieber, Moderation der PG Selbsthilfe Autisten
  • Thomas Schneider, Moderation der PG Autisten
  • Prof. Dr. Michelle Noterdaeme, Moderation der PG Forschung
  • Prof. Dr. Markus Witzmann, Projektleitung


Schlusswort

Bernhard Seidenath, MdL
Vorsitzender des Landtags-Ausschusses
Gesundheit und Pflege


*Aus Datenschutzgründen können wir nicht den gesamten Tag als Video zeigen und aus technischen Gründen keine Aufzeichnungen der Themenschwerpunkte am Nachmittag.


Online-Forum ab 15.01.2020

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Aufbau des Beteiligungsprozesses

Auf dieser Seite wird die Struktur des Beteiligungsprozesses, der Zeitplan und das methodische Vorgehen vorgestellt.

Prof. Dr. Markus Witzmann

Projektleitung im Projekt Autismus-Strategie-Bayern


Eva Kunerl

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin


Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert