Neuer Artikel im VS-Verlag erschienen

Zusammenfassung:


"Der Klimawandel erscheint als ‚globales‘ Phänomen, dessen grenzüberschreitende Risiken und Naturgefahren nach umfassenden und weitreichenden Lösungen im internationalen Raum verlangen. Allerdings wird ‚der‘ Klimawandel auf der regionalen Ebene wahrgenommen und muss auch hier bewältigt werden. Dabei ergeben sich durch die ihm zugerechneten Veränderungen in Städten und Gemeinden durchaus unterschiedliche Notwendigkeiten, Chancen und Risiken, über die auch vor Ort selten Einigkeit herrscht. Zwar ist nicht abschließend geklärt, ob sich neben den globalen Gefahren durch Extremwetterereignisse, Dürre, ansteigende Meeresspiegel, Hunger sowie die Ausbreitung von Parasiten und Krankheiten nicht auch ‚Vorteile des Klimawandels‘ finden lassen. So werden mancherorts schon heimlich Hoffnungen gehegt, von den veränderten Bedingungen zu profitieren, etwa weil Erdölreserven nach dem Abschmelzen des Permafrostes zugänglich werden, weil der Temperaturanstieg höhere Ernteerträge in Aussicht stellt oder neue Urlaubsziele und neue Nachfragen entstehen könnten. Aber die Uneinigkeit über die Bedeutung des Klimawandels und über daraus abzuleitende Handlungsstrategien stellt viel grundsätzlicher die politische Frage, ob und wie aus globalen Bedrohungsszenarien lokale Antworten erwachsen können und sollen. Dieser Frage widmen wir uns im Folgenden auf der Basis einer noch laufenden Untersuchung von regionalen Transformationsprozessen im Alpenraum."



Brickmann, I./ Kropp, C./ Türk, J. (2011):
Aufbruch in den Alpen – Lokales Handeln für die globale Transformation? In: Beck, G./ Kropp, C. (Hrsg.): Gesellschaft innovativ – Wer sind die Akteure? Wiesbaden: VS Verlag. S. 65-84.



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