Meditation and Art

Den großen Meistern der Musik und Malerei zufolge verbirgt sich in ihren Werken eine besondere Kraft, und diese zu erschließen fordert eine besondere Herangehensweise. Um auf diese Kraft zugreifen zu können, ist ein spezieller Ansatz erforderlich. Das Bild muss in seiner ganzen Tiefe wahrgenommen und verstanden werden. Der heutige Museumsbesuch ist jedoch oft dadurch gekennzeichnet, möglichst viele Kunstwerke in möglichst kurzer Zeit zu sehen, sodass wenig Raum bleibt, um sich wirklich auf die Bilder einzulassen und sie näher zu betrachten. Vielen Besuchern fehlt auch die Expertise, die ihnen einen besseren Zugang zu einem Gemälde ermöglichen könnte.
Um diese Lücke zu schließen, können Museumsführungen hilfreich sein, aber die Vermittlung von zu vielen Informationen zu den Werken kann möglicherweise den persönlichen Zugang behindern, da sie den Wahrnehmungsprozess übermäßig in eine bestimmte Richtung lenkt. Es ist wichtig, dass genügend Raum bleibt, damit das Bild selbst entdeckt werden kann. Bemühungen im Bereich der Kunsterziehung müssen diesen Aspekten Rechnung tragen.


„Meditation and Art“ präsentiert eine Methode, die es ermöglicht, die Bilder der großen Meister bewusst wahrzunehmen. Durch Konzentration und Fokussierung kann der Betrachter auf die innere Architektur eines großen Kunstwerks zugreifen und so die übliche technische und historische Analyse eines Gemäldes ergänzen. Achtsamkeit und Meditation sind wirksame Instrumente, die das Verständnis und die Wertschätzung dieser Meisterwerke um eine neue Dimension erweitern können.


Diese neue Form der Kunstvermittlung besteht aus vier Teilen: (I) Gehmeditation und Stille-Meditation, (II) Bildbeschreibung / Aspekte eines Werkes, (III) Kunsthistorisches Wissen (IV) Abschlussmeditation.


Auf dem internationalen Kongress „Museum Guides Now!“ des Amsterdamer Rijksmuseums 2017 wurde „Meditation and Art“ von Prof. Dr. Andreas de Bruin erstmals präsentiert. Öffentliche Workshops, Privatfu?hrungen sowie auch Lehrveranstaltungen wurden inzwischen in mehreren bedeutenden Museen Europas durchgefu?hrt und stießen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf große Begeisterung.



Veranstaltungsorte: Alte Pinakothek (München) , Rijksmuseum (Amsterdam) , Kunsthistorisches Museum Wien , Gemäldegalerie Alte Meister (Dresden) , Le Gallerie degli Uffizi (Florenz) , The National Gallery (London)


Artikel und Fallbeispiel: Artikel 2019


News Hochschule München: 12.2018


Artikel im Magazin "Ursache / Wirkung (Nr. 105)": Artikel 09.2018


Kurzvortrag Rijksmuseum Amsterdam 7.11.2017: Streaming Parolado