Fachtheoretische und normative Position

Die demokratische Entwicklung des Gemeinwesens, die Stärkung der Zivilgesellschaft als eigenständige politisch-kulturelle Kraft und als Korrektiv und Ergänzung von Staat und Markt (Trisektoralisierung), die Förderung von Ansätzen der sozialkulturellen und sozialökonomischen Integration insbesondere benachteiligter Menschen sowie die Herausbildung bedarfswirtschaftlicher ökosozialer Ansätze, sind die zentralen Entwicklungserfordernisse zukunftsfähiger Entwicklung – lokal und global.


Ansätze forschungsbasierter lokaler und regionaler Entwicklung die wir vertreten, beruhen auf dem Anspruch, Betroffene selber zu ExpertInnen der Veränderung zu machen und relevante AkteurInnen in den Prozess einzubeziehen. Dieses Handlungsverständnis erfordert eine spezifische forschungssethische Haltung und die Auswahl eines Methodenrepertoires welches geeignet ist, demokratische Entwicklungen zu initiieren und zu begleiten.


Besondere Bedeutung für lokale und regionale Entwicklungsprozesse messen wir der Verstehensmethodologie lebensweltorientierter Zugänge bei. Sie nehmen nicht nur den Raum als Ausgangspunkt, sondern die in ihm agierenden Menschen. Es geht um individuelle oder gruppenspezifische Erfahrungen im Alltag als soziokulturelle Wirklichkeiten, die von den Sinngehalten der Akteure geprägt ist.